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العمل في بلد اجنبي – Arbeiten im Ausland – مواضيع C1

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Arbeiten im Ausland

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Welche Pro- und Kontra-Argumente gibt es für euch für einen Auslandsaufenthalt? Sei es während der Schulzeit, sei es während des Studiums, sei es eine Weltreise, Job, Praktikum, Auswanderung.

Ich war während des Studiums ein halbes Jahr (ein Semester) in den USA.
Vorteile für mich:

  • besseres englisch. War vorher zwar schon ganz okay, danach aber dann doch recht fließend
  • Erfahrungen, die man hier niemals machen kann. Ganz wichtiger Punkt.
  • an seine persönlichen Grenzen gehen in dem, was man alleine schaffen kann, größere Selbstständigkeit
  • neue Kontakte, Freunde und Bekanntschaften
  • erweiterter Horizont für die amerikanische Gesellschaft – nämlich schon mal in der ersten großen Erkenntnis, dass es “die” amerikanische Gesellschaft gar nicht gibt
  • in meinem Studienfach waren neue, externe Einflüsse wahnsinnig hilfreich, ich glaube, ohne dieses Semester wäre mein Verhältnis zu meinem Studium völlig anders (negativer) gewesen
  • Mal ein bisschen rauskommen aus dem Studium. Ich war sehr festgefahren und gestresst, drüben war es zwar nicht weniger anstrengend, im Gegenteil, aber es war einfach anders und daher tat es ganz gut.
  • – und in einer Bewerbung sieht es immer gut aus

Nachteile:

  • teuer. Wahnsinnig teuer. Wichtigster Punkt
  • der Kontakt nach Hause ist schwer und kann nicht zu jedem gehalten werden.
  • eventuell Verzögerungen im zeitlichen Ablauf – war für mich aber nicht wichtig
  • Die Organisation war sauschwer, manchmal hätte ich da am Liebsten alles an den Nagel gehangen.
  • wenn es schön war will man immer wieder zurück -.-

Ich würds wieder machen. Die ersten Wochen waren kaum ertragbar, ich habe andauernd geheult und wollte nach Hause. Einmal war ich sogar tatsächlich kurz vorm Kofferpacken :grin: Am Ende aber war ich zwiegespalten, einerseits vermisste ich meine Heimat und Familie unglaublich, andererseits hatte ich dort eine neue Heimat gefunden. Ich war noch monatelang traurig, als ich wieder in Deutschland war.
Allerdings war ein halbes Jahr zu kurz. Ich hätts mir nicht mehr leisten können und ich wollte auch nicht – ich bin so ein Heimattier, dass selbst dieses halbe Jahr eine riesige Herausforderung war. Aber ich habe gemerkt, dass ich gerade anfing Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, ich begann, mich gerade heimisch zu fühlen, mich zurechtzufinden, zu verstehen, wie die Kalifornier ticken, mich so weit einzuleben, dass ich auch mal ein bisschen Zeit zum Reisen hatte. Das alles hätte ich im zweiten Halbjahr dann richtig genießen können. Leider ging das nicht, und ein kleines bisschen bereue ich das bis heute. Deshalb empfehle ich immer, dass man, wenn möglich, doch mehr als meine 5,5 Monate gehen sollte, und da bin ich nicht die Einzige. Mir wurde das vor meinem Trip nämlich auch schon nahegelegt, und es hat sich bewahrheitet :grin:

Bisher war ich nicht wieder dort, aber wenn ich es mir leisten kann werde ich das tun. Ich vermisse alles dort schrecklich und werde immer wehmütig, wenn ich an die Zeit denke.